Perfektionismus ablegen: Seien Sie ruhig unperfekt!

Perfektionismus entwickelt sich derzeit fast schon zur Volkskrankheit Nummer Eins. Der Druck auf dem Arbeitsmarkt ist groß, so dass viele Arbeitnehmer glauben, diesem Druck mit Perfektionismus begegnen zu müssen. Nur wer keine Fehler macht, wer immer perfekte Ergebnisse abliefert, nur der könne seinen Arbeitsplatz bestmöglich verteidigen oder einen ergattern, so glauben derzeit viele Menschen.

Aber der Perfektionismus macht auch vor anderen Bereichen nicht halt. Die Medien zeigen den Frauen immer wieder, wie eine perfekte Schönheit auszusehen hat, die Magazine und Zeitschriften quellen über vor den neuesten Tipps, wie man die ideale Figur bekommt, die Haut seidenweich wird, welcher Schönheitschirurg am besten bewertet wird und was man in der aktuellen Saison so zu tragen hat, um als perfekt gekleidet zu gelten.

Die perfekte Frau

Viele Frauen haben diese Ansprüche mehr oder wenig fast schon verinnerlicht und bemühen sich mit aller Kraft darum, diesem perfekten Ideal von Weiblichkeit näher zu kommen. Das Älterwerden wurde zur Krankheit umdefiniert, wer Falten und einen schlaffen Busen hat, ist selber Schuld. Und neben dem äußeren verlangen die Medien und die Gesellschaft auch noch, dass man seine Funktionen perfekt erfüllt. Das Dinner muss perfekt sein, wie das Fernsehen uns gerne informiert, Haus oder Wohnung müssen von Profis überholt werden, damit sie den heutigen Standards entsprechen, und natürlich wird auch genau geschildert, wie eine perfekte Familie oder Beziehung auszusehen hat.

Wenn Sie sich diesen Ansprüchen beugen, sollten Sie schon einmal einen Platz in einer Klinik für die Patienten mit Stress und Burnout buchen, denn eine perfektere Methode, sich zu stressen, gibt es nicht. Das umfassende Streben nach Perfektion erzeugt einen ungeheuren Druck und ein ständiges Gefühl der Unzufriedenheit und Unzulänglichkeit, da die Perfektion eine kleine Tücke hat: es gibt sie eigentlich nicht. Schon gar nicht bei Menschen, ihren Leistungen, auch nicht bei Dingen – irgendetwas könnte immer besser sein, wäre noch perfekter. Sie jagen einem unerreichbaren Traum hinterher, wenn Sie perfekt sein wollen.

Perfektionismus ablegen: Das Beste reicht aus

Tun Sie stattdessen etwas anderes: Geben Sie Ihr Bestes. Das ist sicher ein sinnvollerer Ansatz, der Sie zu Höchstleistungen anstachelt, ohne Ihnen den unmenschlichen Druck und Stress des Perfektionismus aufzuerlegen. Wer sein Bestes gibt, wird mit Zufriedenheit belohnt, auch wenn das Ergebnis nicht perfekt ist – es ist jedoch das beste, was Sie haben erreichen können. Wenn Sie Ihr Bestes geben, werden Sie zudem immer besser, denn Sie können aus Ihren Fehlern lernen und sich so kontinuierlich weiter entwickeln, anstatt darüber zu klagen, dass Sie nicht perfekt sind.

Und wer sein Bestes gibt, erfährt viel Anerkennung und Zuspruch, denn Menschen bewundern Menschen, die ihr Bestes geben, auch oder gerade weil sie dabei dennoch Fehler machen.  Und Sie werden viel eher gemocht, wenn Sie Ihr Bestes geben, als wenn Sie danach streben, perfekt zu sein. Jeder Mensch weiß eigentlich, dass es den perfekten Menschen nicht gibt, und wer sich nach außen so darstellt, erweckt nicht nur einen unmenschlichen Eindruck, sondern weckt zudem Misstrauen – irgendwo muss an dieser perfekten Person doch ein Haken sein, so die Vermutung der Menschen. Zu so einem unheimlichen Wesen ohne Fehl und Tadel geht man lieber auf Distanz.

Freuen Sie sich also darauf, dass Sie unperfekt sein dürfen, denn schließlich sind Sie ein wunderbarer Mensch, der wie jeder Mensch auch ein paar liebenswerte Macken und Fehler hat. Und wenn Sie dann noch Ihr Bestes geben, steht einem zufriedenen, erfolgreichen und erfüllten Leben nichts mehr im Weg! Und wenn Sie noch nicht so recht wissen, wie Sie den Tiger Perfektionismus zähmen können, lesen Sie hier weiter.

Share on Twitter
 



 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>