Streit lösen: Erst Konflikte und ihre Mechanismen verstehen

Streit gehört wohl zum Leben dazu wie das Atmen. Alle Geschöpfe kennen die Konkurrenz um begehrte Dinge wie Nahrung, einen Partner oder den Status, den man in der Gruppe hat. Und wie alle Geschöpfe auch verlässt sich der Mensch dabei auf zum Teil alte Mechanismen, die ihm dabei helfen sollen, den Sieg über den Gegner im Konflikt zu erlangen.

Diese Konfliktmechanismen lassen sich im Großen wie im Kleinen beobachten und sind schon sehr lange wirksam – was leider nicht bedeutet, dass sie auch zielführend sind.

Konfliktlösung: Es geht auch anders, streiten Sie konstruktiv

Konflikte scheuen die Menschen so wie der vielzitierte Teufel das Weihwasser, weil sie meistens sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht haben. Anderseits sind Konflikte notwendig, da sie Probleme aufzeigen und beheben können, die Luft reinigen und – wenn man sie erfolgreich bewältigt – die beteiligten Parteien noch enger zusammen schweißen können. Daher müssen Sie sich mit der konstruktiven Konfliktlösungsstrategie nicht unbedingt auf den nächsten Streit freuen, ihn aber auch nicht mehr fürchten.

Konfliktlösung: Wenn die Fetzen fliegen, keine Angst vor Konflikten

Streitkultur und Konfliktlösung in der Beziehung: Was sich liebt, das neckt sich nicht nur, sondern streitet sich auch schon einmal ganz schön heftig. Und gerade weil man sich liebt und sich so nahe steht, kann so ein Streit ganz schön weh tun und sehr belastend sein. Andererseits ist eine Beziehung ohne Streit nicht sehr förderlich und oft wie erstarrt – Menschen reiben sich nun einmal aneinander, wenn sie lebendig sind und sich weiter entwickeln. Konflikte sind also unvermeidbar.

Paare, die sich immer nur einig sind, kehren aus lauter Angst vor einem Streit wahrscheinlich so viel unter den Teppich, dass dieser schon beachtliche Beulen wirft. Um erfolgreiche Strategien zur Konfliktlösung zu entwickeln, sollten Sie sich aber zunächst über ihren eigenen Kommunikations- und Streitstil bewußt werden.